MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
29.08.2025 / 07:31 Uhr
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
MONTAG: In den USA bleiben die Aktien- und Rentenbörsen wegen des Feiertages Labor Day geschlossen.
+++++ TAGESTHEMA +++++
Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Vonovia hat erstmals eine Anleihe in australischen Dollar begeben. Der unbesicherte "Kangaroo Bond" in Höhe von 850 Millionen Australischen Dollar (ca. 475 Millionen Euro) wurde in zwei Serien mit sieben und zehn Jahren Laufzeit und einer gewichteten Rendite von 3,87 Prozent nach Währungsabsicherung begeben, wie der Konzern mitteilte.
"Mit unserer Debütemission in Australien gelingt uns der nächste wichtige Schritt nach Übersee", sagte Finanzvorstand Philip Grosse laut Mitteilung. "Gleichzeitig ist es das Tor zur Asien-Pazifik-Region, die für uns hochattraktiv ist."
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
11:30 CN/Alibaba Group Holding Ltd, Ergebnis 1Q
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- DE 08:00 Einzelhandelsumsatz Juli saisonbereinigt real PROGNOSE: -0,5% gg Vm zuvor: +0,8% gg Vm 08:00 Import-/Exportpreise Juli Importpreise PROGNOSE: k.A. zuvor: 0,0% gg Vm/-1,4% gg Vj 08:00 Erwerbstätigkeit Juli 08:00 Reallöhne (vorläufig) 2Q 08:00 Tarifindex (Entwicklung der Tarifverdienste) 2Q 09:55 Arbeitsmarktdaten August Arbeitslosenzahl saisonbereinigt PROGNOSE: +10.000 gg Vm zuvor: +2.000 gg Vm Arbeitslosenquote saisonbereinigt PROGNOSE: 6,4% zuvor: 6,3% 14:00 Verbraucherpreise (vorläufig) August PROGNOSE: 0,0% gg Vm/+2,1% zuvor: +0,3% gg Vm/+2,0% gg Vj HVPI PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+2,0% gg Vj zuvor: +0,4% gg Vm/+1,8% gg Vj - FR 08:45 Privater Verbrauch Juli PROGNOSE: k.A. zuvor: +0,6% gg Vm/+0,9% gg Vj 08:45 Verbraucherpreise (vorläufig) August PROGNOSE: k.A. zuvor: +0,2% gg Vm/+1,0% gg Vj HVPI PROGNOSE: k.A. zuvor: +0,3% gg Vm/+0,9% gg Vj - ES 09:00 HVPI und Verbraucherpreise (vorläufig) August HVPI PROGNOSE: k.A. zuvor: +2,7% gg Vj - IT 11:00 Verbraucherpreise (vorläufig) August PROGNOSE: k.A. zuvor: +0,4% gg Vm/+1,7%gg Vj - US 14:30 Persönliche Ausgaben und Einkommen Juli Ausgaben / Einkommen PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+0,4% gg Vm zuvor: +0,3% gg Vm/+0,3% gg Vm PCE-Preisindex / Gesamtrate PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+2,6% gg Vj zuvor: +0,3% gg Vm/+2,6% gg Vj PCE-Preisindex / Kernrate PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+2,9% gg Vj zuvor: +0,3% gg Vm/+2,8% gg Vj 15:45 Index Einkaufsmanager Chicago August PROGNOSE: 47,3 zuvor: 47,1 16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (2. Umfrage) August PROGNOSE: 58,6 1. Umfrage: 58,6 zuvor: 61,7
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 24.029,00 -0,3% E-Mini-Future S&P-500 6.511,00 -0,1% E-Mini-Future Nasdaq-100 23.725,50 -0,2% Nikkei-225 (Tokio) 42.687,51 -0,3% Hang-Seng (Hongk.) 25.179,99 +0,7% Shanghai-Comp. 3.858,92 +0,4% Donnerstag: INDEX zuletzt +/- % DAX 24.039,92 -0,0% DAX-Future 24.090,00 -0,0% XDAX 24.055,88 +0,1% MDAX 30.358,46 -0,4% TecDAX 3.743,17 -0,1% SDAX 16.964,16 +0,1% Euro-Stoxx-50 5.396,73 +0,1% Stoxx-50 4.581,75 -0,1% Dow-Jones 45.636,90 +0,2% S&P-500 6.501,86 +0,3% Nasdaq Composite 21.705,16 +0,5%
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Trotz neuer Rekordstände an Wall Street dürfte der DAX mit kleinen Abgaben in den letzten Handelstag der Woche starten. "Frankreich lastet aktuell wie ein dunkler Schatten über den Indizes der Eurozone", sagt QC Partners. Premier Bayrou hat unlängst eindringlich davor gewarnt, dass Frankreich Zustände wie unter Liz Truss in Großbritannien drohen könnten, falls der Sparhaushalt abgelehnt werde. Aus Marktsicht relevant sind auch mögliche Bonitätsabstufungen durch die Ratingagenturen. Mit Blick auf die Makrodaten stehen am Freitag deutsche Inflationszahlen im Fokus. Analysten erwarten unveränderte Verbraucherpreise im August gegenüber dem Vormonat. Am Nachmittag wird dann in den USA der PCE-Preisindex veröffentlicht. Für Juli wird für die Gesamtrate ein Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat erwartet. Daneben wird der Chicago-Einkaufsmanagerindex veröffentlicht - dieser soll im August leicht auf 47,3 Punkte gestiegen sein.
Rückblick: Kaum verändert - Im frühen Handel lieferten die Quartalszahlen von Nvidia kurzfristig einen positiven Impuls, der allerdings schnell wieder verpuffte. In Europa blieben die vorgezogenen Neuwahlen in Frankreich ein mögliches Risiko. Eine stärker populistisch geprägte Regierung wäre für die Märkte eine unerwünschte Entwicklung. Diese Sorge bremste. Nach etwas besseren Geschäftszahlen zogen Pernod Ricard um 1,4 Prozent an, und das obgleich der Ausblick von Analysten als schwächer eingestuft wurde.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Kaum verändert - Delivery Hero schlossen nach anfänglichen Gewinnen 6 Prozent tiefer. "Mit derart hohen Wechselkursbelastungen hat der Markt nicht gerechnet", kommentierte ein Händler. Nach Einschätzung der Citigroup stützte der Verkauf des Contitech-Geschäftsfelds OESL die Continental-Aktie (+1,1%). MFE kommt bei Prosiebensat.1 (+3,7%) doch noch auf eine Mehrheit. PPF will ihre Anteile MFE andienen. Für Fielmann ging es nach endgültigen Geschäftszahlen um 4,6 Prozent nach unten. Der Markt bleibt aufgrund der schwachen Konsumentenstimmung herausfordernd. Um 8,8 Prozent abwärts ging es mit Redcare Pharmacy. "Der Einstieg der Drogeriemarktkette dm als Konkurrent rückt immer näher", sagte ein Händler. Um 2,7 Prozent stiegen Thyssenkrupp Nucera. Die australische Progressive Green Solutions (PGS) hat die Gesellschaft zum bevorzugten Lieferanten für ein 1,4-Gigawatt-Wasserstoffprojekt ausgewählt.
XETRA-NACHBÖRSE
Handelbare Neuigkeiten waren Mangelware. Laut einem Händler von Lang & Schwarz zeigte sich am Abend daher auch keine Aktie auffällig.
USA - AKTIEN
Etwas fester - Die Wall Street hat am Donnerstag mit Aufschlägen auf die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia reagiert. Der S&P-500 erklomm sogar ein Allzeithoch, obwohl die US-KI-Ikone den Erwartungen nicht voll umfänglich gerecht geworden war. Für die Aktie ging es knapp unter ihrem Rekordhoch um 0,8 Prozent nach unten. Konjunkturseitig war die Revision des US-BIP im zweiten Quartal etwas höher ausgefallen als geschätzt. Zugleich fielen die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten nah an den Prognosen aus. Beide Datenreihen sprachen zwar eher gegen die Notwendigkeit von Zinssenkungen, hielten die Hoffnungen gleichwohl am Leben. Der Druckerhersteller HP hatte mit dem Quartalsumsatz den Analystenkonsens leicht übertroffen, der Gewinn deckte sich mit der Konsensschätzung. Der Kurs stieg um 4,6 Prozent. Crowdstrike verteuerten sich um ebenfalls 4,6 Prozent. Das Cybersicherheitsunternehmen übertraf die Erwartungen. Die Gesellschaft teilte außerdem die Übernahme des Unternehmens Onum mit. Snowflake verringerte seinen Verlust und setzte 32 Prozent mehr um. Dies wurde mit einem Aufschlag von 20,3 Prozent honoriert. Urban Outfitters wird von den Importzöllen stärker getroffen als erwartet. Die Aktie büßte 10,7 Prozent ein. Cooper hatte die Umsatzprognose gesenkt. Für die Aktie ging es um 12,9 Prozent südwärts.
USA - ANLEIHEN
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank um 3 Basispunkte auf 4,21 Prozent. Volkswirte erwarteten, dass sich sowohl das Produktionswachstum als auch der Stellenaufbau in den kommenden Monaten verlangsamen werden.
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Vortag Do, 18:01 % YTD EUR/USD 1,1662 -0,1% 1,1679 1,1673 +12,4% EUR/JPY 171,41 -0,1% 171,63 171,58 +5,2% EUR/CHF 0,9361 -0,0% 0,9362 0,9360 -0,5% EUR/GBP 0,8641 -0,0% 0,8644 0,8638 +4,2% USD/JPY 146,98 +0,0% 146,95 146,99 -6,4% GBP/USD 1,3496 -0,1% 1,3510 1,3514 +7,9% USD/CNY 7,0920 +0,1% 7,0841 7,0872 -1,4% USD/CNH 7,1251 +0,1% 7,1201 7,1213 -2,5% AUS/USD 0,6536 +0,1% 0,6529 0,6530 +5,1% Bitcoin/USD 111.347,20 -0,6% 112.050,30 112.673,10 +18,0% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Der Dollar zeigte sich mit gesunkenen Marktzinsen leichter, der Dollar-Index fiel um 0,4 Prozent.
+++++ ROHSTOFFE +++++
ÖL
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 64,22 64,60 -0,6% -0,38 -10,5% Brent/ICE 68,24 68,62 -0,6% -0,38 -9,3% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Die Ölpreise drehten im Verlauf ins Plus (+0,3%), als das Ausmaß der aktuellen russischen Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew klar wurde. Nach Behördenangaben kamen mehr als ein Dutzend Menschen ums Leben - darunter auch Kinder. Rufe nach neuen Russland-Sanktion wurden lauter, diese dürften auch die russische Ölbranche treffen.
METALLE
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 3.407,45 3.414,28 -0,2% -6,83 +29,6% Silber 38,82 39,075 -0,7% -0,26 +33,8% Platin 1.159,12 1167,49 -0,7% -8,37 +32,5% Kupfer 4,48 4,46 +0,3% 0,01 +9,0% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Gesunkene Marktzinsen und Dollar-Schwäche stützten indes den Goldpreis, die Feinunze verteuerte sich um 0,6 Prozent.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
ZOLLSTREIT USA - EU
Die EU hat Pläne zur Senkung ihrer Zölle auf eine Reihe von US-Produkten vorgelegt. Damit sollen die USA dazu bewegt werden, ihre Abgaben für den Automobilsektor der EU zügig zu reduzieren. Der Schritt erfolgt eine Woche, nachdem beide Seiten gemeinsam erklärt hatten, dass die USA ihre Autozölle nicht senken würden, solange der Staatenblock keine Maßnahmen zur Senkung seiner Zölle auf US-Produkte ergreife. Die US-Regierung stellte in Aussicht, die Autozölle rückwirkend zum 1. August zu senken, sofern die EU noch vor Ende dieses Monats einen Gesetzesvorschlag zur Senkung ihrer Zölle vorlegen werde, wie EU-Vertreter sagten. Derzeit liegen die Zölle auf Automobile bei 27,5 Prozent. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat im Rahmen eines im vergangenen Monat erstmals angekündigten Abkommens zugesagt, sie auf 15 Prozent zu senken.
FED
Fed-Gouverneur Christopher Waller spricht sich erneut für eine Lockerung der US-Geldpolitik zur Stützung des schwächelnden Arbeitsmarkts aus und fordert eine Zinssenkung im kommenden Monat um 0,25 Prozentpunkt. In seiner Rede vor einem Club von Wirtschaftswissenschaftlern in Miami sagte Waller, die Risiken für die Wirtschaft seien noch größer als Ende Juli.
INDUSTRIEPRODUKTION JAPAN
Die japanische Industrieproduktion sank im Juli um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, nachdem sie im Vormonat noch um 2,1 Prozent gestiegen war, wie aus Daten des Wirtschaftsministeriums hervorgeht. Ökonomen hatten in einer Umfrage des Datendienstleisters Quick mit einem Rückgang um 1,3 Prozent gerechnet. Obwohl die japanische Regierung ein Handelsabkommen mit den USA erreicht hat, spüren die Unternehmen weiterhin die sogenannten reziproken Zölle von 15 Prozent.
CATERPILLAR
sieht die Belastung durch die US-Zölle nunmehr bei netto 1,5 bis 1,8 Milliarden US-Dollar. Bislang hatte Caterpillar mit 1,3 bis 1,5 Milliarden Dollar gerechnet. Demzufolge rechnet der Konzern nun damit, dass die bereinigte operative Marge im Gesamtjahr nahezu am unteren Ende der Prognosespanne liegen wird.
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/cln
(END) Dow Jones Newswires
August 29, 2025 01:30 ET (05:30 GMT)
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